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Recht, Führung und Soziales


Selbsttest: Vergiftet Neid die Arbeit in Ihrem Team?

Liebe Leserin, lieber Leser!

Neid ist zerstörerisch: er zerfrisst gesunde Teamstrukturen und führt dazu, dass die Besten sich nicht mehr trauen, die volle Leistung zu bringen. Das Resultat ist ein Team von Mittelmäßigen, die ohne großes Engagement ihren Dienst verrichten.

Testen Sie, ob Neid auch die Arbeit in Ihrem Team vergiftet:
  • Haben Sie manchmal den Eindruck, dass Ihre kreativsten Mitarbeiter mit guten Ideen hinter dem Berg halten?
  • Fallen hämische oder anzügliche Bemerkungen, wenn einer Ihrer Mitarbeiter besonders erfolgreich ist?
  • Wird erfolgreichen Mitarbeitern unterstellt, dass ihr Erfolg nicht nur auf seinen Fähigkeiten beruht, sondern z.B. auf persönlichen Eigenschaften ("Liebling des Chefs")?
  • Werden Irrtümer, Pannen und Fehler von guten Mitarbeitern besonders scharf kritisiert?
  • Wollen Leistungsträger Ihr Team verlassen, obwohl Sie sich um Motivation bemühen?
  • Finden die Erfolge Ihrer besten Mitarbeiter keine Beachtung bei den Kollegen?
Bei mehr als 2 Antworten mit Ja sollten Sie als Führungskraft aktiv werden.

Mehr Selbsttest, Checklisten und Mustervorlagen finden Sie in unserer Online-Bibliothek für Führungskräfte. Fordern Sie jetzt kostenlos Ihr persönliches Test-Passwort an.


Über Fragen und Anregungen freuen wir uns sehr, schreiben Sie einfach an: rufus@vnr.de

Ihre
Andrea Heckmann
Redaktion RuFuS-Infomail


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NLP- und Supervisionskurse können als Werbungskosten geltend gemacht werden
Kein Unfallversicherungsschutz bei Incentive-Reisen

Wie Sie die häufigsten psychologischen Spielchen in Ihrem Führungsalltag souverän gewinnen
Firmen suchen händeringend Fachkräfte

Sozialmarketing VII: Zeigen Sie sich auf Veranstaltungen
5 Tipps, wie Sie sich auch für ungeliebte Aufgaben motivieren



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Recht

NLP- und Supervisionskurse können als Werbungskosten geltend gemacht werden

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit 2 Urteilen seine Rechtsprechung zur Abgrenzung von abzugsfähigen Werbungskosten bei Bildungsaufwendungen fortentwickelt. In beiden Streitfällen hatten leitende Angestellte an Kursen zum „Neurolinguistischen Programmieren“ (NLP-Kurse) und an Supervisionskursen teilgenommen. Der BFH entschied, dass solche Kurse zu Erwerbsaufwand führen und damit steuerlich geltend gemacht werden können.

Die Richter haben hierbei berücksichtigt, dass die erwähnten Beratungsmethoden zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt werden. Die angestrebten Fähigkeiten (z. B. Kommunikationsfähigkeit) als Bestandteil der Sozialkompetenz („soft skills“) stellen nach Ansicht des BFH Schlüsselqualifikationen dar, die bei der Wahrnehmung von Führungspositionen erforderlich sind.

Für eine berufliche Veranlassung derartiger Kurse spricht insbesondere, dass sie von einem berufsmäßigen Veranstalter durchgeführt werden, ein homogener Teilnehmerkreis vorliegt und der Erwerb der Kenntnisse und Fähigkeiten auf eine anschließende Verwendung in der beruflichen Tätigkeit angelegt ist.

Nach Auffassung des BFH liegt ein homogener Teilnehmerkreis auch dann vor, wenn die Teilnehmer zwar unterschiedlichen Berufsgruppen angehören, aber auf Grund der Art ihrer beruflichen Tätigkeit (hier: Führungspositionen) gleichgerichtete Interessen haben. Entgegen der Auffassung der Vorinstanzen sind private Anwendungsmöglichkeiten der vermittelten Lehrinhalte unerheblich, wenn sie bloße Folge der im beruflichen Interesse gewonnenen Kenntnisse und Fähigkeiten sind.

BFH,Urteile vom 28.08.2008, Aktenzeichen: VI R 44/04 und VI R 35/05


Kein Unfallversicherungsschutz bei Incentive-Reisen

Wer sich bei so genannten „Incentive“- Veranstaltungen (Motivationsreisen) verletzt, ist nicht gesetzlich unfallversichert. Das hat das Sozialgericht Wiesbaden in 2 Urteilen entschieden. Geklagt hatten 2 Angestellte eines Beratungs- und Wirtschaftsunternehmens, die sich beim Canyoning in der Nähe der Buchenegger Wasserfälle an der Wirbelsäule bzw. am Auge verletzt hatten. Sie begehrten die Anerkennung als Arbeitsunfall. Das Canyoning war Teil des Rahmenprogramms eines Ausflugs, der als Dankeschön des Arbeitgebers für „tatkräftige“ Mitarbeit organisiert wurde.

Nach Auffassung des Gerichts handelte es sich beim Canyoning um eine Freizeit- und Erholungsveranstaltung, die nicht dazu bestimmt war, betrieblichen Interessen wesentlich zu dienen. Ebenso wenig habe es sich um eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung (bei der Unfallversicherungsschutz bestanden hätte) gehandelt, da nicht alle Beschäftigten an der Reise teilgenommen hätten.

Sozialgericht (SG) Wiesbaden, Urteil vom 26.09.2008, Aktenzeichen: S 1 U 112/07, S 1 U 113/07

Mehr Tipps und Informationen für Führungskräfte finden Sie unter www.vorgesetzter.de.


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Mitarbeiterführung und -motivation

Wie Sie die häufigsten psychologischen Spielchen in Ihrem Führungsalltag souverän gewinnen

Kennen Sie das? Ihr Chef schmettert alle Ihre guten Ideen mit einem „Ja, aber“ ab oder Ihr Mitarbeiter stellt zum wiederholten Male Ihre Führungsqualität in Frage? Hier könnten Kollegen oder Vorgesetzte ein Spiel mit Ihnen spielen. Ob Sie es wollen oder nicht – Sie werden in Ihrem Führungsalltag immer wieder mit so genannten Psychospielen konfrontiert werden. Psychologische Spielchen sind eine ernste Angelegenheit, der Sie sich als Führungskraft stellen sollten. Machen Sie sich klar, dass die Art, wie Sie mit diesem Problem im Sinne eines erfolgreichen Konfliktmanagements umgehen, auch etwas über Ihre Führungsqualitäten aussagt. Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um den üblichen Spielverlauf zu durchkreuzen und den drohenden Schaden möglichst gering zu halten, ohne dabei dem Arbeitsklima zu schaden. So gelingt es Ihnen:

1. Schritt: Machen Sie sich mit der Psychologie der „Bürospiele“ vertraut
Dass wir uns so leicht in Ränkespiele verwickeln lassen, liegt daran, dass wir uns persönlich angesprochen oder angegriffen fühlen. Beachten Sie daher:

Grundregel Nr. 1 „Es geht gerade nicht um Sie!“
Grundregel Nr. 2: „Lassen Sie sich nicht „ködern“.
Grundregel Nr. 3: „Durchschauen Sie das Spiel!“


2. Schritt: Entwickeln Sie ein Frühwarnsystem
Sie müssen nicht bei Null anfangen. Jeder Mensch verfügt über die Anlage zu einem Frühwarnsystem – Sie müssen nur lernen, auf Ihre innere Stimme zu hören.

3. Schritt: Entwickeln Sie Ihre eigenen Spielregeln
Beenden Sie das Spiel konstruktiv und effektiv. Das setzt voraus, dass Sie Ihre eigenen Spielregeln parat haben. Hier ist ein Überblick der wichtigsten Regeln: Ihre erste Priorität sollte sein, das Spiel zu vermeiden, indem Sie den Köder nicht annehmen. Wichtig: Ein routinierter Spieler angelt nicht im Trüben. Gehen Sie davon aus, dass er weiß oder ahnt, was Ihnen besonders „schmeckt“. Deshalb ist es wichtig, die eigene Achillesferse zu kennen: Wem oder was können Sie besonders schlecht widerstehen? Oder wann fühlen Sie sich schnell angegriffen? Machen Sie eine Bestandsanalyse und listen Sie Ihre wunden Punkte auf: „Sobald jemand meine Kompetenz anzweifelt, sehe ich rot“, „Ich kann nicht tatenlos zusehen, wenn jemand ein Problem hat...“. Wenn Sie Ihre „Lieblingsrolle“ kennen, fällt es Ihnen bei der nächsten Gelegenheit leichter, sie abzulehnen.

Mehr zum Thema Psychospielchen finden Sie im Kapitel P 105a der aktuellen Ergänzungslieferung des Praxishandbuch sicherführen - erfolgreich leiten und motivieren in der Praxis. Klicken Sie hier und fordern Sie jetzt Ihr kostenloses Probeexemplar an!


Firmen suchen händeringend Fachkräfte

Fachkräfte bleiben in Deutschland auf der Sonnenseite des Arbeitsmarktes. Dies geht aus der aktuellen Beschäftigungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Danach wollen 36 % der Unternehmen bis Ende 2009 mehr Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung einstellen. Nur 6 % wollen Stellen abbauen. Bei den Akademikern liegt der Saldo mit 32 zu 5 % kaum niedriger. Der steigende Bedarf an Höherqualifizierten betrifft vor allem Personen mit MINT-Abschlüssen – also Fachkräfte und Akademiker der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Knapp 38 % der vom IW Köln befragten Betriebe klagen über einen spürbaren Personalmangel im MINTBereich. Ganz oben auf der Suchliste stehen dabei Ingenieure der Fachrichtungen Maschinenbau, Anlagenbau und Fahrzeugtechnik.

Um die negativen Auswirkungen der Engpässe zu verringern, setzen die betroffenen Betriebe verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. So fördern z. B. rund 6 von 10 Firmen jene Mitarbeiter, die sich zum Techniker oder Meister fortbilden lassen, durch Freistellungen oder finanzielle Hilfen. Knapp jeder 2. Betrieb bietet spezifische Weiterbildungsprogramme für MINT-Kräfte an, und gut 40 % kooperieren mit Schulen, um schon den Nachwuchs für den MINT-Bereich zu interessieren.


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  • Warum Sie jeden Mitarbeitertyp anders motivieren müssen
  • Welche Freiräume Sie Mitarbeitern zugestehen sollten
  • Welche Art von Problemen und Entscheidungen Sie unbedingt Ihren Mitarbeitern überlassen sollten
Checkliste: So setzen Sie Mitarbeiter richtig ein, so dass ihre Talente am besten zur Geltung kommen
  • Welche Arbeitsbedingungen die Motivation begünstigen
  • Wie Sie eine Mitarbeiterbefragung durchführen
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Soziales

Sozialmarketing VII: Zeigen Sie sich auf Veranstaltungen

In der siebten Folge unserer Sozialmarketing-Reihe geht es um Veranstaltungen, die neben den Produkten Ihrer Öffentlichkeitsarbeit ein wesentlicher Bestandteil des Sozialmarketings sind. Und zwar sowohl selbst organisierte Veranstaltungen als auch „Fremde“ Veranstaltungen, an denen Sie teilnehmen können.

Beispielsweise:
  • „Tag der offenen Tür“
  • Neujahrsempfang
  • Sommerfest
  • Jahres-Pressekonferenz mit Rück- und Ausblick
  • Eigenes Jubiläum
  • Fest zu einem Feiertag, der Bezug zu Ihrer Einrichtung hat (z. B.: Das Kinder- und Jugendhaus feiert ein großes Gartenfest anlässlich des bundesweiten „Tag des Kindes“)
  • Bürger- oder Stadtteilfeste: Nehmen Sie hier mit einem eigenen Stand teil. Bieten Sie auf diesem Stand nicht nur Informationen, sondern auch Aktionen und Lebensgefühl. Richten Sie ihn so ein, dass die Menschen sich gerne auch länger bei Ihnen aufhalten (z. B. durch ein nett gestaltetes Café, durch ein mobiles Dart-Center oder eine Aktion, die unmittelbar mit Ihrer Einrichtung zu tun hat, wie im Anfangsbeispiel die Kletterwand).
Praxis-Tipp: Wenn Sie bislang keine traditionelle öffentliche Veranstaltung haben, schaffen Sie Traditionen. Nehmen Sie den Tag des Erstbezugs Ihrer Einrichtung zum Anlass für ein Fest oder einen Empfang.

Die Feste bieten über die persönlichen Kontakte hinaus immer die Chance zur Berichterstattung in den Medien. Verfassen Sie daher bei Teilnahme an einem Fest, erst Recht aber zu Ihrem eigenen Fest, immer eine Pressemitteilung und sagen Sie, warum Sie einladen, was Sie dort bieten und was Ihnen gerade in dieser Zeit inhaltlich (sozialpolitisch) besonders wichtig ist.

Entscheidend bei allen Veranstaltungen: Verschaffen Sie Ihrer Veranstaltung ihr eigenes markantes Gesicht. Sommerfeste gibt es viele. Geben Sie Ihrem Fest einen besonderen Namen. Setzen Sie einen inhaltlichen Schwerpunkt, der Bezug zu Ihrer Arbeit hat. Bieten Sie Überraschendes, z. B. ein Kammermusik-Konzert im Jugendhaus, wo sonst nur Rockmusik zu hören ist.


5 Tipps, wie Sie sich auch für ungeliebte Aufgaben motivieren

In Ihrem beruflichen Alltag müssen Sie immer wieder auch Aufgaben erledigen, die Ihnen überhaupt keinen Spaß machen. Daran lässt sich leider auch nicht sehr viel ändern.

Viele Menschen entwickeln in solchen Situationen erstaunliche Kreativität, der ungeliebten Aufgabe aus dem Weg zu gehen.

Nutzen Sie diese Energien lieber produktiv und bringen Sie die ungeliebte Aufgabe schnell hinter sich. Dabei helfen Ihnen die folgenden 5 Tipps:

1. „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“
Machen Sie sich klar, dass die Aufgabe bis zu einem bestimmten Termin erledigt werden muss. Aufschieben nützt Ihnen überhaupt nichts – ganz im Gegenteil. „Aufschieberitis“ führt nur zu noch größerem Widerwillen und zu immer neuen Gründen, warum ausgerechnet jetzt keine Zeit ist. Fangen Sie lieber so früh wie möglich an.

2. Erstellen Sie sich einen „Projektplan“
Gliedern Sie die Aufgabe in mehrere überschaubare Teilaufgaben, die Sie nacheinander angehen. Setzen Sie sich für diese Teilaufgaben feste Termine, und planen Sie, wie viel Zeit Sie für die Erledigung der Aufgaben benötigen. Arbeiten Sie dann diesen Plan konsequent ab.

3. Nehmen Sie sich Auszeiten
Planen Sie auch Pausen ein. Wenn Sie z. B. eine Teilaufgabe erledigt haben, können Sie sich damit „belohnen“, dass Sie sich zunächst einmal einen Tag nicht mit der nächsten anstehenden Aufgabe beschäftigen.

4. Schaffen Sie Ablenkungen aus dem Weg
Sorgen Sie dafür, dass Sie sich voll konzentriert den anstehenden Aufgaben widmen können. Leiten Sie Ihr Telefon um, schauen Sie nicht in Ihr E-Mail- Fach, und schließen Sie die Tür.

5. Setzen Sie sich Belohnungen
Belohnen Sie sich für Dinge, die Sie gut hingekriegt haben, für Teilziele, die Sie erreicht haben, belohnen Sie sich aber auch für Arbeiten, die Ihnen unangenehm waren, die Sie aber doch angegangen sind, und für Tätigkeiten, die langwierig und langweilig sind, die Sie aber gut zu Ende gebracht haben.

Belohnungen müssen nicht immer großartig sein. Ein Kaffee, ein wenig Smalltalk mit dem Kollegen, manchmal ein Kinobesuch oder eine gute Flasche Wein tun es auch.

Tipps und Informationen, wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter motivieren finden Sie im Motivations-Check.


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